Thursday, September 21, 2017

Gegenwind für die Phaeton These

Heute bin ich auf eine interessante Arbeit gestoßen, die die Phaeton These der Rappenglücks ziemlich ausführlich auseinander nimmt.

Die Autoren James und van der Sluijs kommen jedenfalls zu dem Schluß:
"We have established that the origin of the classical Phaethon story cannot be explained by an impact in Bavaria or Estonia"

Klare Aussage! Nachzulesen hier:

James, P. & van der Sluijs, M.A. (2016) The Fall of Phaethon in Context: A New Synthesis of Mythological, Archaeological and Geological Evidence. Journal of Ancient Near Eastern Religions 16, 67-94 (2016), DOI: https://doi.org/10.1163/15692124-12341279

Wednesday, June 14, 2017

Friday, April 28, 2017

Pseudoimpactites in anthropocenically overprinted quaternary sediments

Unter diesem Titel haben wir heute ein Poster auf der EGU vorgestellt. Eigentlich wollten wir in einer PICO Session zum Thema Anthropozän unterkommen, daher auch der etwas verschwurbelte Titel.



Das Abstract findet man hier:

http://meetingorganizer.copernicus.org/EGU2017/EGU2017-16545.pdf

Wir haben auf dem Poster einige Beispiele für Pseudoimpaktite, die in den vergangenen Jahren vom CIRT aufgeführt wurden, vor- und unsere Interpretation dazu gegenübergestellt. Denn in den letzten Jahren konnten wir Einiges von dem Material beproben und unabhängigen Analysen zuführen. Ausserdem haben wir hier erstmals Ergebnisse unserer sedimentologischen Kartierung der Tüttenseeumgebung vorgestellt.
Es gab ziemlich intensive Diskussionen am Poster und viel Zuspruch
Ich glaube derTitel sagt so ziemlich alles über unsere vorläufigen Ergebnisse. Weitere Untersuchungen laufen und eine Publikation dazu ist in Vorbereitung.

Das PDF des Posters erscheint auch in Kürze, wahrscheinlich aber auf Hans' Blog...

Friday, November 13, 2015

Hier gehts weiter

Und zwar in meinem neuen Blog Geoporose hier ..

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UPDATE:
OK... ich habs mir anders überlegt, einige sehr auf das Thema Chiemgau Impakt fokussierte Themen werden auch weiterhin hier erscheinen..

Tuesday, June 17, 2014

Donnerlöcher - die amtliche Erklärung

Eigentlich wollte ich diesen Blog hier nicht mehr weiterführen und mich stattdessen - an anderer Stelle - einem breiteren Themenkreis zuwenden. Jetzt ist aber kürzlich ein neuer Bericht des GLA erschienen, in dem sozusagen die amtliche Erklärung für die Donnerlöcher aufgeführt wird:
"Ganz offensichtlich handelt es sich um eine Form der Suffosion, also einer unterirdischen Ausspülung von Feinsanden in Hohlräume."
Ein ausführliches Erklärungsmodell für die Kienberger Donnerlöchern kann man auf den Seiten 49-50 des Berichtes zur Gefahrenhinweiskarte Alpen mit Alpenvorland, Traunstein finden.

Thursday, November 28, 2013

Noch mehr Löcher im Boden



Nach der Aufregung um die Donnerlöcher ist hoffentlich genug Zeit vergangen um diese Bilder posten zu können, ohne Panik zu erzeugen: Während meines Sommeraufenthalts in Bayern habe ich auf meinen Streifzügen durch die bayrischen Wälder nämlich auch Löcher entdeckt!

Interessierte finden diese auf dem Weg von Anning nach Gigling in einem kleinen Wald (nach der Brücke über das Anniger Bacherl links abbiegen) direkt unter der auffälligen Terrassenkante die sich bis nach Stein erstreckt. An der abgebildeten Stelle ist an einem zu Nagelfluh verfestigten Bereich offensichtlich der Hang in Bewegung geraten, was zur Ausbildung von offenen Klüften im Nagelfluh geführt hat. Wie man leider aus dem tragischen Bergsturz in Stein lernen musste, können diese Nagelfluhfelsen sehr instabil sein und zu katastrophalen Hangbewegungen führen. Der Bewuchs deutet hier darauf hin, dass die Bewegung abgeschlossen ist oder schon länger ruht. Im Gelände erkennt man daneben noch die Abbruchkanten älterer Bewegungen.

Diese Löcher bilden auch den Auftakt für eine weitere Bewegung: nämlich den Umzug dieses Blogs. Ich denke nämlich mit zwei Blogs, die sich mit dem sogenannten Chiemgau Impakt beschäftigen ist dem Thema eigentlich zu viel Aufmerksamkeit gewidmet. Ich werde mich in meinem neuen Blog zwar auch viel mit Hohlformen beschäftigen aber eben nicht nur in diesem Kontext. Aber natürlich werde ich auch weiter zum Chiemgau Impakt kritisch Stellung beziehen. Gerade die sich häufenden persönlichen Angriffe bestätigen mich in dieser Haltung. Es wird also noch mehr zum Thema Löcher im Boden geben aber an anderer Stelle, die Adresse gebe ich hier noch bekannt. Bis dann..

Sunday, November 3, 2013

Ist das Donnerloch in Kienberg eine leere Geologische Orgel?

Den Zusammenhang zwischen Donnerloch und geologischen Orgeln stellte jetzt Hans in seinem Blog her und ich finde auch, dass zumindest die Geometrie der Strukturen ziemlich ähnlich sind. Denn das neue Donnerloch erstreckt sich vergleichbar röhren- bzw. schlauchartig in den Untergrund. Und das ist schon seltsam.
Komisch ist aber, dass das Donnerloch auf ganzer Länge leer ist. Geologische Orgeln werden als Verwitterungserscheinungen angesehen und haben meist eine durch die Entkalkung entstandene, stark lehmige Füllung, die mehr oder weniger locker ist. Diese kann zwar stark nachsacken sollte aber doch erkennbar bleiben. Um diese Füllung vollständig zu entfernen müsste eine Orgel schon unten angeschnitten worden sein.
Kann also sein, dass das Donnerloch eine Geologische Orgel ist, muss aber nicht ;)